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Die USA

Die Vereinigten Staaten von Amerika bestehen aus 50 Bundesstaaten, wobei Alaska und Hawaii außerhalb des Kernlandes (continental U.S.) liegen. Das Kernland umfasst 48 der 50 Bundesstaaten sowie den District of Columbia (Bundesdistrikt), die innerhalb einer gemeinsamen Grenze liegen.

Die Vereinigten Staaten gelten traditionell als Schmelztiegel der Völker. Die ersten kolonialen Einwanderer auf dem von Indianern besiedelten Kontinent waren Europäer; anfänglich vorrangig spanischer, französischer und englischer Herkunft. Ab Mitte des 18. und verstärkt zur Mitte des 19. Jahrhunderts folgten Europäer deutschsprachiger und irischer Herkunft. Später (bis etwa zur Jahrhundertwende) kamen Einwanderer aus anderen Regionen Europas, vor allem aus Italien, Skandinavien und Osteuropa hinzu, einschließlich einer großen Anzahl osteuropäischer Juden. Während des Zensus im Jahre 2000 bildeten die größte Herkunftsgruppe Amerikaner, die eine deutschsprachige Herkunft angaben. Die europäischstämmigen Amerikaner bilden heute 74 % der Bevölkerung der USA.

Die größte ethnische Gruppe der USA sind die Deutschstämmigen!

Die irisch- und britischstämmigen Amerikaner sind bei Weitem nicht die größte ethnische Gruppe in den USA, vielmehr sind es die rund 60 Millionen Deutsch-Amerikaner. Das ergab die Volkszählung von 1990. Berühmte  Deutsch-Amerikaner sind z.B. Ex-Präsident Eisenhower, der ehemalige Außenminister Kissinger, der sich immer noch die Ergebnisse seines "Heimatvereins" SpVg. Fürth (heute Greuther Fürth) schicken ließ, der amtierende Verteidigungsminister Rumsfeld, (worauf wir nicht so stolz sein müssen),  Neil Armstrong, der erste Mensch auf dem Mond, Autohersteller Chrysler (vielleicht hat man deshalb der Fusion mit Daimler-Benz zugestimmt...), der Jeans-Erfinder Levi Strauss, der Schwimmer und Tarzan-Darsteller Johnny Weissmüller, "Peanuts"- Erfinder Charles Schulz, die Schauspielerin Sandra Bullock sowie die Gründer der weltgrößten Brauerei Anheuser und Busch.

Fast 25% der Gesamtbevölkerung der USA sind deutschstämmig, in einigen Bundesstaaten wie beispielsweise Wisconsin oder Pennsylvania liegt der Anteil bei über 50%.

Jeder zehnte Deutsch-Amerikaner spricht oder versteht noch Deutsch - das sind mehr Deutsch Sprechende als z.B. in der Schweiz leben. Bei den inzwischen ziemlich berühmt gewordenen Amischen in Pennsylvania ist Deutsch neben Englisch noch Umgangssprache, gebetet wird auf Deutsch.

Dass eine Reihe deutscher Wörter inzwischen in die amerikanische Umgangssprache aufgenommen worden sind (  "Zeitgeist" und "zeitgeisty", "über---" "Angst", "Poltergeist“ oder "Rucksack“, liegt u.a. auch an der starken Präsenz der Deutschstämmigen. Zudem ist es heute ein gewisser Modetrend, deutsche Wörter zu übernehmen.

Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung wurde übrigens am 5. Juli 1776 von der deutschsprachigen Zeitung "Pennsylvanischer Staatsbote" veröffentlicht.

Afroamerikaner, Nachfahren der afrikanischen Sklaven, stellen etwas mehr als 13 % Bevölkerungsanteil. Sie leben vor allem im Süden und in den großen Industriestädten des Nordens, wie z. B. Detroit. Asiatische Einwanderer, z. B. aus China, Japan, Korea, Indien und den Philippinen bilden noch eine relativ kleine Gruppe (ca. 4 %). Die Einwanderungspolitik war Anfang des 20. Jahrhunderts gegenüber Asiaten besonders restriktiv.

Vor allem im Südwesten der USA und in Florida gibt es einen hohen Bevölkerungsanteil lateinamerikanischer (hispanischer) Herkunft (Latinos). Sie werden in den Statistiken separat geführt, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft. Ihr Anteil wuchs in den letzten Jahrzehnten stetig (bis 2004 auf knapp 13 %), da viele Lateinamerikaner vor der wirtschaftlichen Not ihrer Heimatländer in den Norden fliehen. Sie leben oft als illegale Einwanderer und halten stark an ihrer Kultur und Sprache fest.

Mittlerweile sind die USA mit über 300 Millionen Einwohnern – in ca. 20 Jahren soll spätestens die 400 Millionengrenze überschritten werden - die größte Volkswirtschaft der Welt und erwirtschaften ein Bruttoinlandsprodukt von ca. US$ 13,3 Billionen.

Laut aktuellen Statistiken erblickt durchschnittlich in den USA alle acht Sekunden ein Neugeborenes das Licht der Welt, nach jeder zwölften Sekunde stirbt ein Amerikaner und alle 31 Sekunden kommt ein neuer Einwanderer hinzu.  Dies ergibt ein Bevölkerungswachstum von ca. 0,7%.

Die Vereinigten Staaten sind mit einem Bruttoinlandsprodukt (BIP) von ca. 13,3 Billionen US-Dollar (4. Quartal 2006) die größte Volkswirtschaft der Welt sowie mit 44.360 Dollar (ca. 34.800 Euro) (im Vergleich: das mittlere Haushaltseinkommen im Jahr 2006 betrug in Sandy Springs US$ 125.000) das Land mit dem weltweit achthöchsten BIP pro Kopf. Der Dienstleistungssektor erwirtschaftet ca. 73 % des realen BIP´s, davon etwa ein Drittel im Banken-, Versicherungs- und Immobiliengeschäft. Das verarbeitende Gewerbe trägt ca. 23 %, Landwirtschaft sowie Bergbau tragen jeweils knapp 1,6 % zum BIP bei. Während das Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner in den USA bei ca. US$ 44.360 liegt beträgt es in Deutschland nur US$ 25.260 und im Europadurchschnitt nur ca.  US$ 20.000

Die Arbeitslosenquote betrug 2006 im Schnitt 4,4 %, das Wirtschaftswachstum 3,4 %. Die Inflationsrate lag bei 3,3 %.

Die Vereinigten Staaten werden von vielen für eine der am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt gehalten. Es gibt jedoch in vielen Wirtschaftsbereichen staatliche oder kommunale Aufsicht, so beispielsweise bei der Stromversorgung (Public Utility Commission) der einzelnen Bundesstaaten, die bei der Preisbildung einen bestimmten Mindestgewinn für die Versorgungsfirma garantiert oder in Bezug auf die zivilrechtlichen Antidiskriminierungsregelungen, die seit den 1960er Jahren bestehen. Ebenfalls zu nennen ist der Fair Housing Act sowie die vielen Regulierungen, die zwar nicht staatlich vorgeschrieben sind, sich jedoch aus Versicherungs- und Haftpflichtregelungen ergeben.

Die Armutsschwelle wurde 2005 bei einem Jahreseinkommen von 19.971 US-Dollar (16.080 Euro) für eine vierköpfige Familie und von 9.973 US-Dollar (8.030 Euro) für eine allein stehende Person angesetzt. Nach dem dritten Jahr in Folge, in dem die Armut zunahm, kam es 2005 zu einem leichten Rückgang um 90.000 oder -0,1 %. Die Zahl der Menschen, die unterhalb der Armutsgrenze leben, lag im Jahr 2005 bei 36,95 Millionen. Dies entspricht etwa 12,6 %. Jeder achte Einwohner der Vereinigten Staaten lebt demnach laut Angaben der Zensusbehörde in Armut. (Zum Vergleich: Deutschland: 13,5 %).

Der amerikanische Mindestlohn sichert den Angestellten einen Stundensatz von nicht unter 5,15 Dollar zu, zahlreiche Bundesstaaten schreiben allerdings in davon abweichenden Gesetzen einen zum Teil deutlich höheren Mindestlohn vor.

Der Import von Waren belief sich 2006 auf 1,860 Billionen US-Dollar, der Export auf 1,024 Billionen US-Dollar, womit ein hohes Handelsbilanzdefizit von 836 Mrd. US-Dollar ausgewiesen ist. Zudem wurden 2006 Dienstleistungen im Wert von 342 Milliarden US-Dollar importiert, während ca. 414 Milliarden US-Dollar an Exporten verzeichnet wurden. Der daraus resultierende Überschuss von 72 Milliarden US-Dollar trug dazu bei, dass 2006 das Gesamtdefizit im Außenhandel bei ca. 764 Mrd. US-Dollar lag.

Dieses Leitungsbilanzdefizit der USA führt gerade in Europa zu anhaltenden Diskussionen und Schwarzmalereien. Um zu verstehen, warum die USA seit 35 Jahren steigende Leistungsbilanzdefizite hat, muss zunächst  die für europäische Verhältnisse unwahrscheinlich hohe Summe von ca. US$ 13,3 Billionen (13.308.000.000.000) Bruttosozialprodukt der USA und das Wirtschaftswachstum der USA verstanden werden.

Das Bevölkerungswachstum der USA schreitet stetig voran. Während vor 50 Jahren nur ca. 200 Millionen Einwohner gezählt wurden, wurde im Jahr 2006 die 300 - Millionen - Grenze überschritten, und spätestens in 20 Jahren rechnet man mit über 400 Millionen Einwohnern.

Die Leitungsbilanzdefizite sind auch deshalb für die USA nicht beängstigend, weil die Nachfrage nach US- Dollar weiterhin eine „Über“-Nachfrage“ ist - 70% des Dollarumlaufs zirkuliert außerhalb der USA.

Die US-Firmen gehören zu den gesündesten der Welt – sie sind die produktivsten, technologisch am weitesten fortgeschrittenen und innovativsten Unternehmen der Welt. In Bezug auf Forschung und Wissenschaft sind die USA weiterhin die Nummer Eins der Welt.

Der Median für das jährliche Bruttoeinkommen amerikanischer Haushalte lag laut Angaben der Zensusbehörde im Jahr 2006 bei 46,326 US-Dollar. Dabei hatten circa 16 % aller Haushalte ein Bruttoeinkommen von über 100.000 US-Dollar. Die Verteilung von privatem Haushaltseinkommen wird in den Vereinigten Staaten mit Hilfe von Fünfteln gemessen. Demnach verdienten die oberen zwanzig Prozent aller amerikanischen Haushalte mehr als 88.030 US-Dollar im Jahr, während Haushalte im niedrigsten Fünftel ein Bruttoeinkommen von weniger als 18.500 US-Dollar vorwiesen. Der Median des Bruttohaushaltseinkommen pro Kopf lag im Jahre 2003 bei 22.966 US-Dollar. Die Bildung und Rasse einer Person hatten einen bedeutenden Einfluss auf das Bruttoeinkommen. Asiaten und Weiße hatten beispielsweise bedeutend höhere Einkommen als Spanisch sprechende und Schwarze. Während der Median des Bruttohaushaltseinkommens für asiatische Haushalte bei 57.518 US-Dollar lag, betrug es nur 30.134 US-Dollar für schwarze Haushalte. Bruttoeinkommen ist auch an den Bildungsstand gekoppelt. Der persönliche Median des Bruttoeinkommens für eine Person mit High-School-Abschluss betrug 25.900 US-Dollar, während das persönliche Bruttoeinkommen für Personen mit einem Doktortitel bei 81.400 US-Dollar lag.





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